Araber für Freizeitreiter
 

Unser Anspruch und züchterisches Ziel ist es, arabische Pferde für anspruchsvolle Freizeitreiter zu züchten. Das mag einfach klingen, ist jedoch das genaue Gegenteil davon. Freizeitpferde müssen wesentlich unkomplizierter, vielseitiger und einfacher in der Haltung sein als das Pferd eines Profireiters. Lesen Sie hier unsere Gedanken zu Arabern als Freizeitpferden.

Was ist ein Freizeitreiter?

Das ideale Freizeitpferd

Araber als Freizeitpferde

 

 
Was ist eigentlich ein "Freizeitreiter"?
 

Was ist denn nun der so häufig genannte Freizeitreiter? Vermutlich gibt es für diesen Begriff keine eindeutige und unumstrittene Definition.

Aus der Bezeichnung geht lediglich klar hervor, dass ein Freizeitreiter eine Person ist, die in ihrer Freizeit reitet und insofern die Reiterei nicht als Erwerbszweck betreibt. Somit würde der Begriff „Freizeitreiter“ rein von der Wortbedeutung her sowohl auf diejenigen Menschen zutreffen, die lediglich am Wochenende zum Spaß ein wenig ausreiten, als auch auf diejenigen, die sich – ohne damit einen Erwerbszweck zu verfolgen – in einer der vielen Pferdesportdisziplinen wettbewerblich messen.

Allerdings wird im Sprachgebrauch häufig noch zusätzlich unterschieden in „Freizeitreiter“ im Gegensatz zum „Sport-“ oder „Turnierreiter“, wobei in dieser Definition der Freizeitreiter nicht, der Turnierreiter hingegen regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt.

Um in der nachfolgenden Beschreibung unserer züchterischen Überlegungen zum Thema „Freizeitpferde“ und „Freizeitreiter“ nicht missverstanden zu werden, möchten wir hier gerne unser eigenes Verständnis des Begriffes „Freizeitreiter“ darstellen.

In unseren Augen ist ein Freizeitreiter ein Mensch,

    • der sich in seiner Freizeit mit Pferden beschäftigt und in der Regel für dieses Hobby limitierte finanzielle Mittel zur Verfügung hat
    • der Freude am Umgang mit Pferden hat und Pferde gern hat
    • der bei der Beschäftigung mit dem Pferd (sei es Reiten, Fahren, Voltigieren, Bodenarbeit, Spazierengehen) Spaß und Glück erleben möchte und in der Regel keine andere „Gegenleistung“ aus diesem Hobby erwartet
    • der versucht, seine eigenen Interessen und Möglichkeiten mit der Eignung und den Talenten seines Pferdes in Einklang zu bringen
    • dem das Wohlbefinden und die Gesundheit seines Pferdes am Herzen liegen und
    • der demzufolge das Wohl seines Pferdes über sportliche Erfolge stellt.

Alle übrigen Kriterien – ob jemand Dressur-, Spring-, Western-, Gangpferde-, Distanz- oder Wanderreiter ist - wettbewerblich oder nur für sich allein -, oder gar überhaupt nicht reitet, sondern nur Bodenarbeit macht, sind für die Zuordnung zur Gruppe der Freizeitreiter nach unserer Auslegung unerheblich. Wesentlich ist nach unserer Einschätzung der Faktor, dass das Pferd eher als ein Partner, ein Freund oder gar als ein Familienmitglied betrachtet wird und nicht lediglich als ein Prestigeobjekt oder ein Medium zur Ausübung einer Sportart.

 
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Das ideale Freizeitpferd
 

Welche Eigenschaften und Charakterzüge machen ein gutes Freizeitpferd aus? Gerade bei den oben definierten Freizeitreitern sind die Anforderungen an das optimale Freizeitpferd aufgrund des breiten Spektrums der möglichen Verwendung des Pferdes sehr unterschiedlich. Darüber hinaus sind natürlich die „Geschmäcker“ sehr verschieden: Der eine mag ein Pferd mit viel „Pep“ und Bewegungsdrang, der nächste hingegen lieber eine ruhige, gemächliche „Lebensversicherung“. Auch was für eine Art von Pferd man "schön" findet, ist natürlich stark rasseabhängig.

Doch unabhängig von den individuellen Vorlieben sollte ein gutes Freizeitpferd nach unserer Einschätzung einige wichtige Eigenschaften mitbringen, von denen jeder Freizeitreiter bzw. –pferdebesitzer profitiert.

  • Bereich Gesundheit:
    • Allgemeiner Gesundheitszustand: Da die meisten Freizeitreiter nur einen bestimmten Rahmen an finanziellen Mitteln für ihr Hobby zur Verfügung haben, möchte keiner davon gerne ein Pferd, bei dem alle paar Monate eine riesige Tierarztrechnung auf ihn zukommt. Unfälle und Krankheiten sind natürlich nie ausgeschlossen, doch beim Kauf eines Freizeitpferdes ist es klug, ein Pferd zu kaufen, das nicht schon gesundheitlich vorbelastet oder anfällig für gewisse Krankheiten oder Verschleißerscheinungen ist und somit dem Besitzer ermöglicht, all diejenigen schönen Dinge zu tun, für die er sich das Pferd angeschafft hat.

    • Robustheit: Viele Freizeitreiter möchten ihr Pferd gerne robust halten. Insofern ist es günstig, wenn das Freizeitpferd eine robuste Haltung gut verkraftet und ein starkes Immunsystem sowie eine gewisse Unempfindlichkeit in Bezug auf haltungsbedingte Einflüsse wie Erkältungskrankheiten, Mauke, Ekzem und Hufrehe mitbringt.

    • Haltbarkeit: Viele Menschen kaufen sich mit einem Pferd einen „Partner fürs Leben“, mit dem sie lange Freude haben und ihre reiterlichen Wünsche und Träume ausleben wollen. Dann ist es sehr traurig, wenn das Pferd aufgrund einer schlechten Haltbarkeit bereits in seinen „besten Jahren“ aufgrund von vorzeitigem Verschleiß oder Krankheit zum Frührentner wird. Manch ein Freizeitreiter pflegt seinen zehnjährigen Frührentner noch zwei Jahrzehnte lang, ohne überhaupt reiten zu können, und nicht jeder Freizeitreiter kann sich dann ein zweites Pferd leisten.

    • Langlebigkeit: Zusätzlich zur gesundheitlichen Fitness und Haltbarkeit ist auch das Erreichen eines hohen Lebensalters bei guter Gesundheit eine genetische Prädisposition, teils Rasse- aber teilweise auch Zuchtlinienbedingt. Und vermutlich wünschen sich die meisten Freizeitreiter, dass ihr geliebter Partner lange Jahre gesund und fröhlich an ihrer Seite verbringt.

    • Leichtfuttrigkeit: Für ein Freizeitpferd ist es von Vorteil, wenn es genetisch eine gewisse Robustheit in Bezug auf seinen Ernährungszustand mitbringt. Da Freizeitpferde häufig nicht so stark trainiert werden, dass dies eine große Kraftfuttermenge rechtfertigt, sollte ein Freizeitpferd bei ausreichender Heufütterung eine konstante Figur behalten und nicht abnehmen. Pferde, die schlechte Fresser sind oder einen chronisch zu hohen Futterbedarf haben, kosten den Pferdebesitzer häufig eine Menge Geld bei dem Versuch, den ewigen „Hungerhaken“ in eine Figur zu bringen, bei der man nicht den Tierschutz holen möchte. Natürlich ist eine starke Tendenz zur Fettleibigkeit auch nicht anzustreben, da dies häufig mit der Neigung zu Hufrehe und außerdem einer hohen Belastung des Bewegungsapparats und des gesamten Systems einhergeht. Wünschenswert wäre insofern eine gesunde „Mittelfuttrigkeit“ mit der Tendenz, bei normalem oder spärlichem Futter lieber einige wenige Kilos zuviel als zuwenig auf der Waage zu haben.

  • Bereich Charakter:
    • Menschenbezogenheit: Auch wenn manche Pferde mehr und manche weniger Wert auf menschliche Gesellschaft legen, ist doch eine generelle Freundlichkeit und ein grundsätzliches Interesse an der Interaktion mit Menschen die Voraussetzung für ein gutes Freizeitpferd. Ein Pferd, welches vom Grundcharakter her besonders scheu, sauertöpfisch oder von seiner Geschichte her im Umgang mit Menschen verdorben ist, benötigt häufig sehr lange, um ein guter Freizeitpartner zu werden. Mit einem Pferd, das Menschen gegenüber aufgeschlossen und neugierig ist, sind viele Dinge einfach leichter.

    • Gutmütigkeit: Da nicht alle Freizeitreiter von Beginn an perfekte Reiter und Horsemanship-Experten sind, ist es von Vorteil, wenn ein Freizeitpferd eine gewisse Nachsicht und Gutmütigkeit an den Tag legt, wenn sein Besitzer kleine Fehler macht. Natürlich sind einige Pferde sensibler und andere etwas dickfelliger. Dennoch ist es von Vorteil, wenn das Pferd eine gewisse Toleranz für Sitzfehler, versehentliche Berührungen an weniger angenehmen Körperpartien und Führungsschwächen beim Menschen mitbringt und die kleinen Schwächen des Menschen nicht sofort ausnutzt.

    • Lernbereitschaft: Ein Pferd, das stumpf und desinteressiert ist und sich jeglicher Kooperation verweigert, ist ein anstrengender Partner für einen Freizeitreiter. Ein Pferd hingegen, das Lernbereitschaft, Neugier und Interesse mitbringt, macht Spaß im Umgang und ist leichter zu begeistern für alles, was der Reiter mit ihm vorhat.

    • Umgangsformen: Jedes Pferd hat so seine kleinen Besonderheiten und „Macken“, keines ist 100% perfekt, schließlich sind Pferde ja auch keine Maschinen. Der eine ist vielleicht etwas verfressen, der andere macht bei windigem Wetter vielleicht gerne mal einen Satz zur Seite, der nächste wiederum kaut ständig seinen Führstrick an. So etwas ist sicherlich tolerierbar, doch eines sollte ein Freizeitpferd nach Möglichkeit niemals sein: Aggressiv und gefährlich dem Menschen gegenüber. Ein Pferd, das ohne Provokation und mit Vorsatz angreift, tritt, beißt, steigt, gegen den Menschen drückt oder sich losreißt, wird den Hobbyreiter ziemlich unter Druck setzen. Statt Spaß zu haben und den schönen Seiten der Reiterei nachzugehen, arbeitet der Besitzer bei einem solchen Pferd ständig gegen seine Unarten an.

  • Bereich Reiterlicher Einsatz
    • Gebäude: Ein Freizeitpferd sollte grundsätzlich darauf ausgelegt sein, einen Reiter tragen zu können. Punkt. Pferde, bei denen ein schwacher Rücken, Stellungsfehler oder sonstige Gebäudemängel, schlechte Hufe, Probleme am Bewegungsapparat oder eine besonders schwierige Sattellage den Einsatz als Reitpferd von vorneherein beeinträchtigen, werden auf lange Sicht ihrem Reiter und Besitzer nicht so viel Freude machen, wie ein Pferd, das gute Voraussetzungen mitbringt.

    • Größe: Ein Pferd sollte für den jeweiligen Reiter groß genug sein und ausreichend Kaliber mitbringen, um langfristig ein gutes Reitpferd für ihn zu sein. Unabhängig von der Rasse ist es also wünschenswert, wenn Pferde nicht zu klein, zu schmal oder zu lang im Rücken sind.

    • Vielseitigkeit: Da viele Freizeitreiter nicht im Wettbewerb konkurrieren müssen und damit auch nicht bezüglich der Sparte ihrer Reiterei festgelegt sind, können sie mit ihrem Pferd alles tun, was ihnen gerade Spaß macht. Die Interessen des Reiters, sozusagen das „Fachgebiet“ der Reiterei, in dem er sich bewegt, können sich im Laufe der Zeit ändern, und es ist schön, wenn das Pferd diese Änderungen mitmacht. Auch wenn ein Pferd häufig rasse- und charakterbedingt die Eignung für eine spezielle Disziplin mitbringt, ist es schön, wenn dem Reiter alle Disziplinen des Reitsports ein Stück weit offen stehen: Mal ein bisschen Dressur, mal ein bisschen Trail oder Reiterspiele, ein wenig Zirkuslektionen, ein kleiner Springparcours, vielleicht ein bisschen Western, mal gemütlich Ausreiten, und wenn einen der Ehrgeiz packt: warum nicht auch mal ein kleiner Vielseitigkeitsparcours, ein kurzer bis mittlerer Distanzritt, ein Mehrtages-Wanderritt, ein paar anspruchsvollere Dressurlektionen, ein kleines Springturnier? Ein gutes Freizeitpferd ist nicht von Anfang an Spezialist, sondern für alle Sparten offen, so dass der Weg, den Pferd und Reiter zusammen einschlagen, zu Beginn erst einmal völlig frei ist. Hierzu hat der bekannte Pferdetrainer Michael Geitner einen interessanten Beitrag in facebook veröffentlicht, den wir hier gerne zitieren wollen.

  • Bereich Optik: Dieser Punkt ist der letzte auf der Liste, denn um den Pferdetrainer Mark Rashid zu zitieren: Ein gutes Pferd hat keine Farbe. Dennoch, wenn alle zuvor genannten Kriterien stimmen und die übrigen Bedingungen passen, darf man auch als Freizeitreiter erwarten, dass ein Pferd seinem Rassebild entspricht und die dafür übliche Optik aufweist und nicht ein „Ausschussprodukt“ aus einer Zuchtrichtung darstellt: Einen Araber darf man z. B. ruhig auch schon beim ersten Hinschauen erkennen.
 
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Araber als Freizeitpferde
 

Arabische Pferde sind wunderbare Freizeitpartner. Sie sind intelligent, lernbegierig, menschenbezogen, temperamentvoll, fleißig und hoch kooperativ.

Besondere Stärken haben arabische Pferde als Wanderreit- und Geländepferde sowie im Distanzsport, doch auch in allen anderen Sparten der Reiterei sind sie vertreten.

Unser Zuchtziel ist ein vielseitig einsetzbares, gutmütiges und für Freizeitreiter attraktives arabisches Reitpferd, welches alle zuvor genannten Anforderungen an ein gutes Freizeitpferd erfüllt. Unsere Araber sind große und vom Kaliber her kompakte Reitpferdetypen, die einen durchschnittlichen Reiter gut abdecken können.

Lesen Sie hier im Detail, welche Qualitätskriterien wir uns für unsere Zucht gesetzt haben!

Lernen Sie unsere Stuten und unsere Fohlen kennen und lassen Sie sich von ihrer charmanten, aufgeschlossenen Art begeistern. Wir führen Ihnen unsere Pferde gerne vor, vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns!

 
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